Schön, wenn sich Chefredaktoren mit der Qualität der Medien auseinandersetzen. Noch besser, wenn Sie dabei nicht einfach jede Kritik in den Wind schlagen, wie das nach der kritischen Rede von Bundespräsident Ueli Maurer am Verlegerkongress und der Präsentation des Jahrbuchs über die Qualität der Medien durch die Uni Zürich wieder mal passierte.

Blöd nur, wenn der besagte Chefedaktor es dann in seinem Editorial nicht schafft, 55 Zeilen lang ohne Fehler zu bleiben. So macht er aus der CLUB-Moderator Karin Frei kurzerhand «die grottenschlechte Moderation von Karin Lanz».

Wie ging der noch? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen? Man mag einwerfen, dass der Schaden sich in Grenzen halte, wenn solches in der WERBEWOCHE geschehe. Nur eben: Wenn der Chef nicht mal die Namen der Kollegen aus der Branche richtig wiedergeben kann: Wie steht’s wohl dann um die Qualität der anderen gebotenen Inhalte?