Im März 2014 übernimmt Diego Yanez als neuer Direktor am Medienausbildungszentrum MAZ. Der Wechsel des bisherigen Chefredaktors des SCHWEIZER FERNSEHENS kommt für Beobachter überraschend: Yanez war erst vor rund drei Jahren zu dieser Position gekommen, im Rahmen des Konvergenzprojektes, also der Zusammenlegung von SCHWEIZER RADIO DRS und dem SCHWEIZER FERNSEHEN. – Allerdings war Yanez immer nur Chefredaktor des Fernsehens, die Chefredaktion des Radios legte die SRG-Führung in die Hände von Liz Borner.

 

Diego Yanez: Aus dem SRF-Chefredaktorensessel zum MAZ-Direktor. Quelle: SRF

 

In den Kommentarspalten der Schweizer Medien hat der Rückzug von Yanez keine grossen Wellen geworfen. Für die NZZ AM SONNTAG war Yanez «eine Stufe zu hoch» gestiegen in der Karriereleiter. Effektiv hat Yanez, der dem TV-Publikum vor allem aus seiner Zeit als Nahost-Korrespondent in Erinnerung sein dürfte, nach aussen während seiner Zeit als Chefredaktor keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Intern sei er, so die NZZAS, eher kumpelhaft denn autoritär aufgetreten.

Als Nachfolger für Yanez werden in der Presse in erster Linie die gegenwärtigen Redaktionsleiter gehandelt, und hier an erster Stelle Urs Leuthard. Der frühere ARENA-Moderator verfüge über ein «geradezu idealtypisches Profil», schreibt die Neue Luzerner Zeitung. Leuthard verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Journalismus, könnte dem TV nach den blassen Figuren Haldimann und Yanez, deren Auftritte am Bildschirm nie an die Strahlkraft von Persönlichkeiten wie Erich Gysling oder Filippo Leutenegger heranreichten, wieder etwas Ausstrahlung bescheren.

In der Poleposition als SRF-Chefredaktor: Urs Leuthard. Quelle: SRF