Richtig angezogen ins TV

Literatur

 

Eick. Finde Deinen Stil.

Anneli Eick:

Finde Deinen Stil. Farbe, Stil und Styling für Einsteiger.

ISBN-10:3-8307-0904-8. Stiebner Verlag. München, 2013. CHF 29.90

Eick ist Image- und Stilberaterin und richtet sich in diesem Buch an Frauen. Sie hilft, nach einer Bestandsaufnahme und der Auswahl von individuellen Farbkonzepten die gesamte Garderobe von Grund auf aufzubauen. Viele praktische Tipps und Illustrationen.

 

Lilley. Der Dresscode

Clifford Lilley/Jeroen van Rooijen:

Der Dresscode.

ISBN-10:3-8307-0904-8. Orell Füssli. Zürich, 2008. CHF 49.90

Dieses Buch, entstanden in Zusammenarbeit mit Globus für eine Reihe von Workshops, bringt Männern das Mode- Einmaleins näher. Mit vielen Illustrationen und den wichtigsten Do’s and Dont’s. Van Rooijen und Lilley sind zweifelsohne DIE Instanz in der Schweiz, wenn es um gut angezogene Männer geht.

 

 

Roetzel. Der Gentleman

Bernhard Roetzel:

Der Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode

ISBN-10:3-8480-0197-7. h.f.ullmann publishing. Potsdam, 2009. CHF 39.90

Roetzel, Journalist von Beruf, legt mit diesem Werk die Modebibel schlechthin vor. Stoffe und Ihre Qualitäten, die Kleidungsstücke mit ihrer geschichtlichen Herkunft bis hin zu den Accessoires – kaum ein Aspekt der Männerbekleidung, die hier nicht abgehandelt wird. Ein Must-have für jeden Mann mit Stil.

 

 

Schüch. Dresscode woman

Irmie Schüch-Schamburek:

Dresscode woman.

ISBN-10:3-9910002-1-0. Lesethek Verlag. Wien, 2010. CHF 39.90

Schüch-Schamburek ist als Styling-Expertin des ORF bekannt und beleuchtet in diesem Werk Aspekte des weiblichen Stylings. Dabei geht es u.a. darum, die eigenen Proportionen im besten Lichte erscheinen zu lassen, in jeder Situation adäquat angezogen zu sein – auch auf dem internationalen Parkett.

Passend zu Rolle und Botschaft

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Es gibt zwei Grundsätze. Der erste: Sie müssen sich wohl fühlen können in Ihrer Kleidung. Grundsatz zwei: Sie sollten sich der Erwartungen des Publikums bewusst sein und diese möglichst erfüllen.

Damit stellt sich natürlich die nächste Frage: Welche Erwartung hat denn das Publikum?  – Das kommt auf die Situation und auf Ihre Stellung an. Das klassische Beispiel ist der Bank- oder Versicherungsdirektor. Die durchschnittliche Erwartungshaltung des Publikums wird sein: Ein Direktor trägt einen gedeckten Anzug (Farben von blau über grau bis höchstens noch dunkelbraun). Eine Direktorin ein Kostüm mit Bluse.

Natürlich sind Sie frei, sich diesen Erwartungshaltungen zu beugen oder nicht. Falls Sie es nicht tun, muss Ihnen einzig bewusst sein, dass Ihr nonverbaler Auftritt plötzlich zum dominenten Thema wird: Das Publikum beginnt sich zu überlegen, was Sie wohl zu Ihrer Kleiderauswahl bewogen hat – der eigentliche Inhalt droht darunter verloren zu gehen.

Der Situation und der Botschaft angepasst

Auch die Botschaft kann einen Einfluss haben. Wenn die Botschaft darin besteht, dass Sie erzählen, wie Ihr gesamter Krisenstab seit 48 Stunden ununterbrochen an der Lösung eines Problems arbeitet, dann darf man Ihnen die Anstrengung nicht nur ansehen, man soll es auch. Wenn Sie in einer solchen Situation wie aus dem Ei gepellt vor die Kamera treten, wird Ihnen ein gehöriger Teil des Publikums schlicht keinen Glauben mehr schenken.  Klar ist aber: Auch in einer solchen Situation sollte Ihre Kleidung zumindest sauber sein. – Dazu gehören im übrigen auch die Schuhe, die gerne vergessen gehen.

Oft wird uns die Frage gestellt, was denn guten Stil und eine gute Kleidung ausmache. – Diese Frage ist hingegen nur individuell zu beantworten. Für einen Kreativen aus der Werbebranche muss die Antwort anders lauten wie für einen Chief Financial Officier einer Vermögensverwaltungsfirma oder den Wirtschaftsanwalt.

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Strategisch angehen

Was allerdings gesagt werden muss: Die Kleidung ist ein wichtiges Element der Persönlichkeit und sollte deshalb nicht vernachlässigt werden. Dabei geht es nicht um übertriebene Eitelkeit – obwohl das gelegentlich unterstellt wird. Aber wenn sich eine Organisation über Corporate Identity Gedanken macht und über Corporate Design, warum sollten Sie sich dann als Repräsentant dieser Organisation nicht auch die Frage stellen, welcher Kleidungsstil für Sie passend ist. Und wenn bei der Corporate Identity danach getrachtet wird, die Wirkung nach innen und aussen möglichst stimmig  aufzubauen, sollte das auch für Ihren Kleidungsstil gelten.

Unverwechselbarkeit ist auch hier die Zielsetzung, und diese können Sie sowohl über einen lauten wie auch über einen leisen Bekleidungsstil erreichen. Wichtig ist, dass Sie diese Wahl als eine strate-gische Entscheidung betrach-ten, die auch langfristig verfolgt werden soll. Nur dann haben Sie die Chance, eine unverwechselbare Marke zu werden.

Dabei ist in der neuen Zeit vor allem wichtig, dass Sie ein Konzept durchgehend verfolgen; in der Frage, für welches Konzept Sie sich entscheiden, sind heute mehr Freiheiten vorhanden als früher.

Image- & Stilberater

Natürlich gibt es in dieser Welt gewisse Regeln, und die wichtigsten finden auch in diesem Papier. Die Wirkung ihrer Kleidung ist aber zu wichtig, als dass sie nicht einen hochwertigen Spezia-listen oder eine Spezialistin hinzu ziehen sollten. Unsere Erfahrung ist, dass es nicht einfach ist, diese Spezialisten zu finden; der Markt ist un-übersichtlich, und allzu viele Beraterinnen und Berater verfolgen Standardkonzepte, ohne die Hintergründe von Identitätsmanagement, Repu-tationsmanagement und persönlichem Wohlfühlfaktor genügend zu berücksichtigen.

TV-Spezifisches:

Keine kleinen Muster

Das TV-Geschäft kennt einige wenige Regeln, die spezifisch für die Auftritte vor der Kamera gelten. Dazu gehört beispielsweise, dass Ihre Kleidung keine kleinen Muster aufweisen sollte. Diese erge-ben (zumindest beim alten Standard-Definition Format) sogenannte Moirées: Das Bild flimmert, und das Auge des Betrachters wird durch diese Bewegung auf dem Bildschirm abgelenkt.

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Keine zu grossen Kontrast-Umfänge

Oft wird die Regel angeführt, für TV-Auftritte solle auf die Farben Schwarz und Weiss verzichtet werden. Zweierlei Gründe sprechen gegen Weisses und Schwarzes: Zum einen kann je nach Ausleuch-tung ein schwarzes Jacket nur noch wie ein schwarzes Fleck aussehen, ohne jede Kontur: Ihr Arm hebt sich dann nicht mehr vom Körper ab, was sehr seltsam wirkt. Bei einem weissen Hemd oder einer weissen Bluse kann ein ähnlicher Effekt entstehen – zumindest, wenn Sie nicht noch ein Jacket darüber tragen. Grosse weisse Flächen fangen ebenfalls die Aufmerksamkeit und lenken damit von dem ab, was Sie zu sagen haben. Empfehlens-wert sind beispielsweise blaue Hemden und Blusen: Ihre Komplentärfarbe ist orange, damit wirkt Ihre Gesichtshaut gesund und weniger bleich.

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Zurückhaltung bei Accessoires

Die Stecknadel des Services- Clubs, der teure Montblanc-Schreiber, eine Brosche auf der Bluse: All‘ diese Accessoires mögen Ihren Stil beweisen. Bei Medienauf-tritten sind sie nicht wirklich hilfreich. De Grund ist einmal mehr: Accessoires lenken die Aufmerksamkeit weg von dem, was Sie verbal rüber bringen wollen. Deshalb raten hier alle Berater zu Zurück-haltung. Eine Uhr, ein Ehering – das ist bei Männern ok. Eine Halskette bei Frauen geht, auch, ein dezenter Ohrring noch, aber bitte keinen mächtigen Gehänge, die auch noch akustisch irritieren, weil sie Geräusche verursachen, wenn Sie Ihren Kopf bewegen.

Schultern und Oberarme bedeckt

Speziell in den wärmeren Monaten stellt sich die Frage, wie sommerlich Kleidung am TV sein darf. Hier gelten immer noch eher konser-vative Regeln: Langarm- Hemden sind Pflicht für Herren, Frauen sollten die Oberarme und Schultern bedeckt halten. Die Schuhe sollten geschlossen sein.

Der Haarschnitt

Interessanterweise kommt es oft vor, dass alles stimmt, ausser der Haarschnitt. Wobei dazu nicht nur gehört, dass Ihr Haupthaar sauber geschnit-ten ist. Bei den immer belieb-teren Detailaufnahmen von Gesichtern sind auch Ohren- und Nasenhaare zu sehen, wenn sie nicht zurechtge-schnitten werden. Dinge, die von einem nicht zu unter-schätzenden Teil Ihres Publikums als wenig ästhe-tisch empfunden werden. Dabei kostet es wenig Aufwand, hier auf Perfektion zu achten.

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Maske

TV-Schminke ist wichtig und nötig, damit die Haut im grellen Scheinwerferlicht nicht glänzt. Deshalb werden für das TV auch die Männer geschminkt. Für Frauen gilt: Die TV-Schminke ist anders als Ihr normales Make-up; sie werden deshalb neu ge-schminkt für Ihren TV-Auftritt.

Wir empfehlen: Clifford Lilley

Gute Image- & Styling-Berater sind rar. Unter gut verstehen wir, dass sie auf die individuelle Situation und die persönlichen Voraussetzungen eingehen. Kein Verkleiden, sondern eine Optimierung des persönlichen Erscheinungsbilds ist gefragt.

Clifford-Lilley

Clifford Lilley ist unser Business-Partner für alle Aspekte von Styling und Dresscode. Clifford ist in Südafrika zur Welt gekommen und lebt seit 28 Jahren im Zürcher Seefeld.