Ignazio Cassis auf dem Prüfstand

21
Sep

Ignazio Cassis auf dem Prüfstand

Bereits im zweiten Wahlgang wurde der Tessiner FDP-Nationalrat Ignazio Cassis am 20. September in den Bundesrat gewählt – schneller als erwartet. Die Medien sind am Tag nach der Wahl des Lobes voll und zollen dem Parlament Respekt: Der Entscheid für den Tessiner Kandidaten sei der richtige Entscheid gewesen. – Soweit, sogut. Wie aber steht’s um die Auftrittskompetenz des neuen Bundesrats? Cassis hatte bereits am Abend seiner Wahl die Gelegenheit, sich zu beweisen. Im Rundschau-Interview bei Sandro Brotz und Susanne Wille. comexperts-Medientrainer Patrick Senn hat kritisch zugeschaut:

Zunächst der Dresscode: Cassis tritt als neuer Bundesrat in einem grünlich-braunen Anzug mit einer klassischen Kravatte und braunen Schuhen auf – was auffällt, denn das Studio ist so gestaltet, dass unter den Füssen Cassis‘ eine weiss leuchtende Lichtplatte liegt. Was auch immer die Studiogestalter sich dabei gedacht (oder eben nicht gedacht) hatten: Die Situation ist für jeden Interviewgast heikel, rückt das Studiodekor doch Schuhe und Füsse sofort ins Blickfeld – helle Stellen auf dem Bildschirm ziehen bekanntlich die Aufmerksamkeit genau so an wie der berühmte Scheinwerferkegel. So wurde der TV-Zuschauer Zeuge davon, dass Casis zwar neue (und im Ton etwas zu helle) Schuhe und Socken trug, aber eben auch, dass seine Hosen viel zu kurz waren respektive Casis unglücklich sass.

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